4.24 Museen in Nürnberg an der Pegnitz |
| Germanisches Nationalmuseum Das Germanische Nationalmuseum wurde 1852 als Zentralinstitut für die Kenntnis und Erforschung der deutschen Geschichte gegründet. 1857 siedelte es nach einigen Anfangsjahren im Tiergärtnertorturm in das Kartäuserkloster um. Das Kartäuserkloster war um das Jahr 1380 gegründet worden. 1525 wurde es nach der Einführung der Reformation in Nürnberg aufgehoben und fand anschließend für andere Zwecke Verwendung. Noch heute bilden die Klosterkirche, die beiden teilweise noch erhaltenen Kreuzgänge, drei Mönchshöfe und das Refektorium (Speisesaal) den architektonischen Kern des Museums. Im 20. Jahrhundert wurde es durch verschiedene Neubauten erweitert. Mit 1,2 Millionen Sammlungsobjekten ist das Germanische Nationalmuseum
das größte kunst- und kulturgeschichtliche Museum der deutschsprachigen Länder und
eines der größten der Welt. Auf einer Fläche von 25 000 qm befasst sich die Ausstellung
mit den Themenbereichen Bildende Kunst, Musik, Volkskunst, Wissenschaft, Literatur,
Handwerk und Gewerbe u. a. von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart. Stadtmuseum Fembohaus Auf dem Weg vom Rathaus zur Burg passiert man das Fembohaus. Benannt ist es nach dem Eigentümer Georg Christoph Fembo, der es 1813 erwarb. Es ist das einzige voll erhaltene Wohnanwesen der reichsstädtischen Oberschicht. Erbaut wurde es zwischen 1591 bis 1596. Von außen zieren Schmuckformen Giebel und Dacherker. In den Räumen ist das Stadtmuseum untergebracht. Die Ausstellung umfasst vier Bereiche:
Öffnungszeiten: März bis November dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr, Novemver bis Februar dienstags bis freitags 13 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 17 Uhr Verkehrsmuseum Das Verkehrsmuseum wurde 1899 als "Königlich Bayerisches Eisenbahnmuseum" eröffnet und 1902 um eine Postabteilung erweitert. Es bietet eine umfassende Sammlung zur Entwicklung von Eisenbahn und Post in Deutschland. Es beschränkt sich also nicht auf die Ausstellung von historischen Fahrzeugen, sondern bezieht die gesamte Breite des Betriebs und der Technik ein und versucht darüber hinaus, die Bedeutung des Schienenverkehrs für die kulturelle Entwicklung deutlich zu machen. Schmuckstücke der Ausstellung sind eine Nachbildung der Ludwigsbahn-Lokomotive "Der Adler", die mit ihrer Fahrt von Nürnberg nach Fürth 1835, der ersten Eisenbahnfahrt in Deutschland, ein neues Zeitalter einläutete, und der erste bayerische Postomnibus aus dem Jahre 1905. Zum Zweck der technikgeschichtlichen Forschung werden die
Museumsbücherei mit ca. 25 000 Bänden und das Verkehrsarchiv unterhalten. Spielzeugmuseum Das Spielzeugmuseum nahe der Sebalduskirche wurde 1971 gegründet und soll die Stellung der Stadt Nürnberg als Stadt des Spielzeugs in der Geschichte und der Gegenwart unterstreichen. Diese Bedeutung begann schon im Mittelalter mit der Herstellung von Tonpuppen und Holzspielzeug. Dennoch ist die Sammlung nicht regional begrenzt. Gezeigt werden u. a. Holzspielzeug, Naturspielzeug, keramisches
Spielzeug, Zinnfiguren, Puppen, Puppenhäuser und Kaufläden, pädagogisches Spielzeug
(Kinderbücher, Bastelbögen, Anziehpuppen...), technisches Spielzeug (Modelleisenbahnen,
Dampfmaschinen...), Experimentierkästen, Musik- und Lärminstrumente, Großobjekte
(Schaukelpferde, Roller...) Spielzeug im Freien (Bälle, Federball, Roll- und
Schlittschuhe...) Computerspielzeug und vieles mehr. Dazu ist ein eigener Spielbereich
für Kinder vorhanden. Naturhistorisches Museum Im Naturhistorischen Museum wird die einheimische Vor- und
Frühgeschichte sowie Geologie, Fossilien, Mineralien und Völkerkunde dargestellt. Tucherschlösschen Im Nordosten der Altstadt von Nürnberg steht das Tucherschlösschen, eines der schönsten Bürgerhäuser in der Stadt. Erbaut wurde es zwischen 1533 bis 1544 für den Nürnberger Patrizier Lorenz Tucher. In früherer Zeit diente das dreigeschossige Renaissanceschlösschen als innerstädtisches Garten- und Sommerhaus der Besitzerfamilie. Es entfaltet seine gestalterische Kraft vor allem zum Garten hin. Von dort hat man einen lohnenden Blick zum Hof mit seiner Balustergalerie und einem eigenartigen doppelbogigen Portal mit Wappenreliefs. Aus der Mitte der Hoffassade tritt ein runder Treppenturm mit gequetschter Zwiebelhaube hervor. Über dem Dachgesims wird er von zwei Türmchen flankiert. Zur Gasse hin überrascht ein Chörlein mit einem Relief des Sündenfalls an der Brüstung. Die Innenräume des Tucherschlösschens sind nach totalem Brandschaden im Zweiten Weltkrieg heute wieder weitgehend rekonstruiert und als Museum ausgestattet. Sie vermitteln mit ihren Möbeln, Teppichen, Gemälden und Fayencen einen nachhaltigen Eindruck vom Lebensstil Nürnberger Patrizier seit der Renaissance. Im Erdgeschoss befindet sich eine zweiflügelige Halle, die von einem Netzrippengewölbe überspannt ist. Die Fenster zeigen Gemälde von Veit und Anton Hirschvogel. Albrecht-Dürer-Haus Das nach Albrecht Dürer benannte Haus wurde 1509 von ihm gekauft und
bis zu seinem Tod von ihm bewohnt. Der 1471 geborene Künstler war einer der bedeutendsten
Maler, Radierer und Kupferstecher seiner Zeit. Die meisten Zimmer dienen als unmöblierte
Ausstellungsräume. Die Ausstattung will das Leben und Wirken des Künstlers anschaulich
vor Augen führen. Seine in Nürnberg verbliebenen Werke sind jedoch nicht hier, sondern
im Germanischen Nationalmuseum untergebracht. Nürnberg | Die Nürnberger Burg | Lorenzkirche, Sebalduskirche, Frauenkirche | Germanisches Nationalmuseum, Stadtmuseum Fembohaus, Verkehrsmuseum, Spielzeugmuseum, Naturhistorisches Museum, Tucherschlösschen, Albrecht-Dürer-Haus | Stadtbefestigung, Rathaus, Heilig-Geist-Spital, Weinstadel, Unschlitthaus, Henkersteg, Kettensteg, Nassauer Haus, Mauthalle, Bahnhof, Handwerkerhof, Gerichtsgebäude, Reichsparteitagsgelände
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