5.19 Burg Rabenstein im Ahorntal, Fränkische Schweiz

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Burg Rabenstein (Ahorntal)

Oberhalb der Sophienhöhle bei Waischenfeld, jedoch zur Gemeinde Ahorntal gehörig, liegt auf einem schmalen Felssporn, der südwärts ins Ailsbachtal vorspringt, die Burg Rabenstein. Gerne wird die malerische Anlage auch die Perle des Ailsbachtales genannt. 

Zur Geschichte

Im Jahre 1188 wurde erstmals ein Ministerialengeschlecht erwähnt, das in seinem Wappen einen Raben hatte und sich von Rabenstein nannte. Wenige Jahre zuvor dürfte die gleichnamige Burg erbaut worden sein. Im 13. Jahrhundert sah sie sich, wie so viele Burgen der Fränkischen Schweiz, im Besitz der Herren von Schlüsselberg. Der dort ansässige Zweig gab sich den Namen Groß von Rabenstein. Nach dem Erlöschen des schlüsselbergischen Geschlechts im Jahre 1347 kam Burg Rabenstein an die Burgherren von Nürnberg und deren Nachfolger, die Markgrafen von Kulmbach-Bayreuth. Diese belehnten verschiedene Adlige mit dem Felsennest. 

1400 übernahm Konrad von Aufseß Burg Rabenstein mit der Verpflichtung, in deren Ausbau zu investieren. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Burg im Städtekrieg 1388 beschädigt worden ist. Nicht bekannt ist, ob sie im Hussitenkrieg 1430 in Mitleidenschaft gezogen worden oder vor Angriffen verschont geblieben ist. Historisch gesichert ist jedoch ihre Zerstörung im Fürstenkrieg 1460 zwischen Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach und Herzog Ludwig von Bayern-Landshut. Der anschließende Wiederaufbau erfolgte zwischen 1489 und 1495 unter dem markgräflichen Lehensträger Konz von Wirsberg. Die Herren von Wirsberg wurden durch die Stiebar als Burgbesitzer abgelöst, bevor 1557 wieder die Herren von Rabenstein die Herrschaft übernahmen. 

Unter Daniel von Rabenstein erfuhr die Burg ab 1570 eine grundlegende Umgestaltung. Dabei wurden Hauptburg und Vorburg baulich zusammengelegt, indem der innere Burggraben und der Felsspalt, die beide Burgteile vorher trennten, zugemauert wurden. Im Bereich der Hauptburg entstand um einen nach Osten offenen Hof eine dreiflügelige Renaissanceanlage. Im Innenhof standen der 1495 fertiggestellte und heute noch erhaltene Wartturm sowie ein Treppenturm, dessen Reste 1829 abgetragen wurden. 

Die Tatsache, dass Christoph von Rabenstein im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) auf der Seite der Schweden stand, wurde 1635 Burg Rabenstein zum Verhängnis. Aus Rache für die Leiden, die die katholische Landbevölkerung um Waischenfeld unter den Schweden zu ertragen hatte, erstürmten diese Burg Rabenstein und machten sie weitgehend dem Erdboden gleich. Der größte Teil der schönen Renaissanceanlage blieb Ruine. Lediglich einige Gebäude im westlichen Teil der Hauptburg wurden wiederhergestellt, darunter der Wirtschaftshof, der die Einkünfte der Rabensteiner sichern sollte. 

Als 1742 die Rabensteiner mit dem Tode Peter Johann Albrechts ausstarben, erhielten die Grafen von Schönborn die Burg, die sie bis in die jüngste Zeit besaßen, aber dann verkauften. Diese ließen anlässlich eines Königsbesuchs 1829 die Anlage umgestalten, wobei einige Ruinenteile abgerissen wurden. Der ehemalige Burghof wurde mit Erdreich aufgeschüttet und in einen hübschen Burggarten verwandelt, der bis 1975 eine viel besuchte Attraktion in der Fränkischen Schweiz war. Zwischen 1975 und 1980 wurden die hinteren Ruinenteile wieder aufgebaut und die vorderen renoviert, so dass die Gesamtanlage wiedererstand. Heute werden die Räumlichkeiten der Burg Rabenstein als Hotel genutzt. 

Die Anlage

Die Burg Rabenstein lässt deutlich ihre Gliederung in eine Vor- und eine Hauptburg erkennen, wobei die Vorburg in diesem Fall etwas höher liegt. Von ihr sind keine Reste mehr erhalten. Ihre Fläche wird heute als Parkplatz genutzt. Zur Hauptburg führt eine steinerne Brücke aus jüngerer Zeit über den breiten Halsgraben. Über der Eingangspforte an der Ostseite befindet sich ein Sandsteinrelief mit dem Allianzwappen Rabenstein-Kerppen aus dem Jahre 1570. Der spätmittelalterliche Torbau wird von einem Rundturm flankiert. Sein Pendant bildet der Rundturm an der Nordwestseite. Vom Eingang aus gelangt man durch einen barocken Wohntrakt in ein weiteres zweigeschossiges Gebäude, dem ein Treppenturm folgt. Er bildet den Zu- und Aufgang zu den südlich angrenzenden Gebäuden.

Neben den Hotelräumen befindet sich im Innern auch eine sehenswerte Waffensammlung mit mittelalterlichen Waffen. In den so genannten Roten Salons finden gelegentlich Kunstausstellungen statt. Außerdem wird auf der Burg auch ein Fotomuseum eingerichtet, das erste seiner Art in Oberfranken. Einmalig in der Fränkischen Schweiz ist auch die Falknerei auf Burg Rabenstein.

Besichtigungen der Burg sind nur im Rahmen von Führungen möglich.
Öffnungszeiten der Burg: 1. April bis 1. November samstags und sonntags 11 bis 17 Uhr.
Öffnungszeiten der Falknerei: 1. April bis 1. November dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr, 2. November bis 31. März nur an Wochenenden und bei schönem Wetter. 
Flugvorführungen: Dienstags bis freitags 15 Uhr, samstags und sonntags 11 und 15 Uhr für Gruppen ab 50 Personen nach Voranmeldung.

Jedes Jahr im Sommer wird auf Burg Rabenstein mehrmals ein mittelalterlicher Markt abgehalten. An Ostern und Pfingsten wird das mittelalterliche Burgleben wieder in Form von Ritterspielen und Ritterturnieren lebendig. 

Burghotel

Das Burghotel Rabenstein verfügt über mehrere große Speise- und Gesellschaftsräume, in denen bis zu 500 Personen gleichzeitig bewirtet werden können. Hierzu zählen das Kaminzimmer, der Markgrafensaal, der Renaissancesaal und die Roten Salons. Sie bieten auch Gelegenheit für Feierlichkeiten aller Art wie Familienfeier, Hochzeitsfeier, Firmenfeier, Abteilungsfeier usw. Auf Burg Rabenstein können jedoch nicht nur Hochzeiten gefeiert werden; für die kirchliche Trauung steht eine Burgkapelle bereit. Im Sommer lockt die Gutsschenke mit Biergarten ins Freie. Das Hotel verfügt über zahlreiche, stilvoll eingerichtete Zimmer und drei Suiten, darunter auch eine Hochzeitssuite. 

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Burgenstraße

 

 

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5.13 Pottenstein
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5.18 Burg Rabeneck
5.19 Burg Rabenstein

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