2.24 Heilbronn am Neckar
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Die Stadt 

"Wer Gold hat und zwanglos und gut leben möchte, dem wollt' ich Heilbronn anrathen", meinte vor gut 200 Jahren der schwäbische Dichter Friedrich Daniel Schubart.

Berühmt machte die Stadt Heinrich von Kleist mit seinem "Käthchen von Heilbronn", einer der bekann- testen Frauengestalten des deutschen Theaters. Er selbst weilte jedoch nie zwischen den Mauern der ehemaligen Reichsstadt. Einst zählte Heilbronn zu den schönsten Städten Deutschlands, doch das alte Heilbronn gibt es nicht mehr. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert brachte viele Veränderungen mit sich. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstörten den Stadtkern der Kreisstadt total.

"Wer die alte Stadt mit ihren verwinkelten Gassen kannte, in denen die hochgiebeligen Fachwerkhäuser einander oft so nahe gegenüber standen, dass ein breiter Wagen kaum "ungestreift" hindurch kam, der fühlt sich beim Gang durch die neue Stadt jeweils mit Wehmut genötigt, die alten Bilder hinter den neuen zu sehen. Dann nimmt er dankbar wahr, was heil geblieben ist oder was wieder neu aufgebaut oder erneuert wurde, weil es bewahrt bleiben muss." Diese nachdenklich stimmenden Worte schrieb 1970 der in Heilbronn geborene Schriftsteller Otto Rombach.

Immerhin wurden rund ein Dutzend Bauwerke der alten Reichsstadt originaltreu wieder hergestellt. Auch wenn das Stadtbild sich in der jüngeren Geschichte stark gewandelt hat, so birgt Heilbronn doch heimliche und offenkundige Reize. Auf dem höchsten Kirchturm wacht ein steinerner Stadtsoldat, den die Einheimischen liebevoll "Männle" nennen. Vom Rathaus kräht ein goldener Hahn. Märchenhaften und umstrittenen Skulpturen begegnet man auf Schritt und Tritt.

Fast überall hat der Passant das Halbrund der Weinberge vor Augen. Gleich neben der Fußgängerzone fließt der Neckar. Schon seit der Römerzeit leben die Heilbronner von der Neckarschifffahrt und dem Weinbau. Beide spielen noch heute eine bedeutende Rolle, und die Stadt zählt zu den größten Weinbaugemeinden in Deutschland. Die Liebe zum Wein zeigt sich auch im ungezwungenen Lebensstil und in den zahlreichen fröhlichen Festen.

Zur Geschichte 

Schon zur Jungsteinzeit lud die fruchtbare Heilbronner Mulde zur Ansiedlung ein. Um 500 v. Chr. traten die Kelten als erstes namentlich bekannte Volk in dieser Gegend auf. Ende des 1. Jahrhunderts bauten die Römer am Ufer des heutigen Stadtteils Böckingen ein Kastell. Nach dem Fall des Limes Mitte des 3. Jahrhunderts drangen die Alemannen in die Region ein und errichteten an der Stelle eines "Heiligen Bronns" eine Siedlung.  Den Alemannen folgten um 500 die Franken, die hier später einen Königshof erbauten. 

Unter Historikern ist umstritten, ob die erste Silbe Heilbronns von "heilig" oder "heilend" kommt. Jedenfalls ranken sich um die Quelle, die schon zu heidnischer Zeit eine Kultstätte gewesen sein soll, viele Legenden. Hier besiegte angeblich St. Michael einen Drachen, taufte der irische Mönch Kilian die ersten Christen, gab Karl der Große nach einem erfrischenden Trunk den Befehl zu einem Klosterbau, und Kaiser Karl V. wurde durch das Wasser von seiner Gicht geheilt.

Die erste schriftliche Erwähnung von Rothenburg findet sich in einer Urkunde des Jahres 741, die auf die Schenkung einer Michaelskapelle in "villa heilbrunna" an das Bistum Würzburg verwies. 1281 verlieh König Rudolf I. Heilbronn das Stadtrecht. Die Stadt besaß einen Markt, eine eigene Münze und eine Schiffsanlegestelle mit Kaufmannssiedlung. Der Neckar machte Heilbronn stark. Mit kaiserlichem Privileg von 1333 durften die Bewohner den Flusslauf nach Belieben verändern, worauf sie ihn der Stadtmauer entlang umleiteten. Durch die Aufstauung des Wassers wurden die Voraussetzungen für die künftige Mühlenwirtschaft geschaffen.

Als Endstation der Rhein-Neckar-Schifffahrt entwickelte sich Heilbronn im Mittelalter zu einer blühenden Handelsstadt. In der Mitte des 16. Jahrhunderts erhielt die Stadt eine neue kaiserliche Regimentsordnung und konnte für lange Zeit ihre Geschicke selbst bestimmen, untertan nur dem Kaiser.

1803 endete die reichsstädtische Selbständigkeit. Die Bürger wurden auf den Herzog und späteren König von Württemberg vereidigt. Schon früh setzte in Heilbronn die Industrialisierung ein. 1832 zählte man bereits 17 Fabriken, und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Stadt zum größten Industriestandort in Württemberg auf. 

Die größte Katastrophe seiner über tausendjährigen Geschichte erlebte Heilbronn am 4. Dezember 1944. Bei Luftangriffen der Alliierten wurde die Innenstadt in ein Trümmerfeld verwandelt. Über 7000 Menschen verloren in einer Nacht ihr Leben. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung wurde ernsthaft in Erwähnung gezogen, die Ruinen als Mahnmal gegen den Krieg stehen zu lassen und im Süden ein neues Heilbronn zu bauen. Not und Vernunft lenkten schließlich jedoch die Schritte in Richtung Wiederaufbau an alter Stelle. Heute ist Heilbronn mit 120 000 Einwohnern eine moderne Industrie- und Dienstleistungsstadt und Hauptstadt der größten Region in Baden-Württemberg. 

Sehenswertes

Kiliansplatz, Kilianskirche, Rathaus, Käthchenhaus | Deutschhof und Deutschordensmünster St. Peter und Paul, Wasserschloss Kirchhausen, Naturhistorisches Museum, Weinbaumuseum und Schifffahrtsmuseum
Götzenturm und Bollwerksturm, Hafenmarktturm, Wartberg

Freizeitangebote

Die attraktive Landschaft in und um Heilbronn mit den Löwensteiner Bergen, dem Breitenauer See, dem Heuchelberg und dem Neckartal bietet Wanderern und Radfahrern reichlich Gelegenheit zur Erholung und Entspannung.

Weitere Freizeit- und Sportmöglichkeiten bieten in Heilbronn unter anderem drei Freibäder, drei Hallenbäder, mehrere Tennisanlagen, zwei Minigolfplätze, eine Reitanlage, ein 22,5 km langer Rundweg für Inline-Skater von Heilbronn über Erlenbach nach Neckarsulm und wieder zurück, eine Kartbahn, ein Tretboot-Verleih sowie ein Eislauf-Center.

Der Höhepunkt des Festkalenders ist das im September stattfindende neuntägige Weindorf am Marktplatz. Dort kann der Gast zwischen mehr als 200 verschiedenen Tropfen wählen.

Heilbronn | Kiliansplatz, Kilianskirche, Rathaus, Käthchenhaus | Deutschhof und Deutschordensmünster St. Peter und Paul, Wasserschloss Kirchhausen, Naturhistorisches Museum, Weinbaumuseum und Schifffahrtsmuseum
Götzenturm und Bollwerksturm, Hafenmarktturm, Wartberg

Schlosshotel Liebenstein, Neckarwestheim am Neckar, südlich von Heilbronn

Burgenstraße

 

 

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Burgenstraße

1 Mannheim – Neckarzimmern

2 Haßmersheim – Heilbronn

2.01 Haßmersheim
2.02 Burg Guttenberg

2.03 Gundelsheim – Deutschordensstadt
2.04 Schloss Horneck

2.05 Bad Rappenau
2.06 Bad Rappenau – Kuranlagen
2.07 Heinsheim – Burgruine Ehrenberg – Schloss Heinsheim

2.08 Offenau

2.09 Bad Wimpfen
2.10 Wimpfen im Tal
2.11 Wimpfen am Berg
2.12 Ehemalige Kaiserpfalz

2.13 Bad Friedrichshall
2.14 Kochendorf – Greckenschloss
2.15 Wasserschloss Lehen
2.16 Hagenbach
2.17 Schloss Heuchlingen
2.18 Jagstfeld
2.19 Duttenberg – Burg Duttenberg
2.20 Untergriesheim

2.21 Oedheim

2.22 Möckmühl

2.23 Neckarsulm

2.24 Heilbronn
2.25 Kiliansplatz, Kilianskirche, Rathaus, Käthchenhaus
2.26 Weitere Sehenswürdigkeiten in Heilbronn

3 Jagsthausen – Rothenburg o. d. Tauber

4 Colmberg – Nürnberg

5 Erlangen – Heiligenstadt

6 Bamberg – Bayreuth

7 Cheb – Prag

 

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Stand: Thursday, 31. March 2016 - URL dieser Seite: http://burgen.strasse-online.de/2-hassmersheim-heilbronn/2-24-heilbronn/index.html